Die wichtigsten Fragen kurz beantwortet

Hier finden Sie Antworten der Chemie-Arbeitgeber auf viele Fragen, die Mitarbeiter und Unternehmen unserer Branche bewegen. Unsere Antworten sind verständlich aufbereitet und greifen aktuelle Entwicklungen auf, die in den Betrieben diskutiert werden.

Gerade auf dem Gebiet der Weiterbildung investiert die Chemie mit rund 1.300 Euro pro Mitarbeiter und Jahr deutlich mehr in ihre Beschäftigten als der Durchschnitt des Verarbeitenden Gewerbes (1.169 Euro). Dies lässt sich auch an der Weiterbildungsbeteiligung ablesen: 91,3 Prozent der Chemie-Unternehmen haben ihre Mitarbeiter im Jahr 2013 weitergebildet (Verarbeitendes Gewerbe: rund 84 Prozent). Hauptmotive für das Weiterbildungsengagement sind der Erwerb neuer Kompetenzen, die Erhöhung der Motivation und Arbeitszufriedenheit sowie die langfristige Bindung von Mitarbeitern. Die Gedankenspiele des Arbeitsministeriums, die Bundesagentur für Arbeit zu einer Art 'Bundesweiterbildungsbehörde' umzubauen, führen aber zu weit: Weiterbildung muss vom betrieblichen Bedarf her gedacht werden, denn die Qualifizierung der Beschäftigten ist so vielfältig wie die Beschäftigten selbst.

Auf tariflicher Ebene haben die Chemie-Sozialpartner eine Reihe von Vereinbarungen getroffen, die die Beschäftigten besser stellen als es die gesetzlichen Vorgaben verlangen - angefangen bei 30 statt 24 Urlaubstagen über eine bessere Absicherung im Krankheitsfall durch einen Arbeitgeberzuschuss zum Krankengeld bis zu einem Zuschuss zum Kurzarbeitergeld. Auch die demografische Entwicklung haben wir im Blick: Über die betrieblichen Demografiefonds haben die Arbeitgeber insgesamt bereits weit mehr als eine Milliarde Euro investiert, mit denen Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels finanziert werden, etwa Altersteilzeit, Gesundheitsvorsorge oder eine an den Lebensphasen der Mitarbeiter orientierte Arbeitszeitgestaltung. Im Alter sind die Beschäftigten ebenfalls besser abgesichert: Etwa 80 Prozent der Mitarbeiter in der chemischen Industrie nutzen bereits die tarifliche Altersvorsorge auf Basis des Tarifvertrags