Grafik veröffentlicht am  15.11.2018

Was die Chemie-Ausbildung attraktiv macht

Für viele junge Männer ist es nach wie vor der Berufswunsch Nummer eins: Kraftfahrzeugmechatroniker. Für junge Frauen steht die Medizinische Fachangestellte weit oben auf der Wunschliste. Oder die Friseurin. Dabei gibt es so viel mehr Berufe. Zum Beispiel in der Chemie- und Pharmaindustrie. Die hat viele attraktive Angebote für Azubis – mit guter Bezahlung und guter Perspektive.

Warum sich eine Ausbildung in der Chemie lohnt

So punktet die Chemie etwa mit hohen Ausbildungsvergütungen. Wer sich für eine Ausbildung in der Branche entscheidet, hat schon während der Lehre mehr in der Tasche als ein Jugendlicher, der einen der üblichen Berufsfavoriten ausgesucht hat. Das belegen Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung in Bonn zu den tariflichen Lehrentgelten im Jahr 2017. Bei der Chemie-Tarifrunde kürzlich gab es noch einen kräftigen Schlag obendrauf: Chemie-Azubis erhalten nun im Schnitt 1084 Euro im Monat.

Zudem sind die Chancen gut, eine Lehrstelle in einem der 770 Ausbildungsbetriebe der Branche zu ergattern. Mehr als 9000 Plätze stellt sie Jahr für Jahr bereit. Aktuell lernen 26400 junge Leute einen Beruf in der Chemie- und Pharmaindustrie. Die meisten wollen Chemikant (5533 Azubis), Chemielaborant (2239) oder Industriemechaniker (1876) werden. Aber auch Kaufleute, Fachkräfte für Lagerlogistik, Informatiker, Werkfeuerwehrleute und Köche sind gefragt. Jede Menge Infos dazu gibt es auf der Webseite www.elementare-vielfalt.de.

Mehr Cash in der Tasche als andere – das gilt auch für die Berufseinsteiger. So verdient ein Chemikant oder eine Chemikantin (die Facharbeiter der Produktion) unter 25 Jahren im Mittel 3638 Euro brutto im Monat. Die Friseurin zum Beispiel bekommt 1544 Euro – nicht mal halb so viel. Die Daten hat die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg im Entgeltatlas zusammengetragen. Dieser Entgeltatlas gibt für viele Berufe jeweils den mittleren Lohn an, den „Median“. Das ist der Wert, der in der Mitte der Datenverteilung liegt, nicht der Durchschnittswert. Vorteil der Methode: Der Median wird nicht so schnell durch Ausreißer verfälscht.

Eine Lehre in der Chemie lohnt sich also. Nicht nur wegen der durchschnittlich 1084 Euro Ausbildungsvergütung pro Monat und den guten Verdienstaussichten besonders für Berufseinsteiger in den sogenannten MINT-Berufen. Das sind Berufe der Richtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Auszubildende in der Chemie erhalten zusätzlich 700 Euro Urlaubsgeld im Jahr – das macht manche Reise möglich. Und es gibt Weihnachtsgeld. Aber auch mit Ausbildungsvielfalt punktet die Chemie: Angehende Köche zum Beispiel können hier deutlich besser verdienen als in der klassischen Gastronomie.

Spitze ist: In der Chemie- und Pharmaindustrie sind die Chancen hoch, nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung einen Arbeitsvertrag zu bekommen. Die Übernahmequote für Berufseinsteiger liegt bei über 90 Prozent, wie die Statistik zeigt. So gelingt der Start ins selbstbestimmte Leben.

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