Artikel veröffentlicht am  16.01.2018

Die 10 größten Veränderungen

Wir hören Musik mit dem Smartphone, fahren mit dem Navi und streamen Fernsehsendungen – unser Privatleben hat die Digitalisierung schon umgekrempelt. Auch in Fabrik und Büro wird sie einiges ändern. Hier die zehn wichtigsten Dinge:

Veränderungen durch Digitalisierung©GettyImages

1. Arbeiten wird leichter.

Heben und wuchten war gestern. Roboter übernehmen anstrengende Arbeit. Und Drohnen transportieren Lasten oder helfen bei der Inventur im Hochregallager. Laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums berichten schon jetzt 30 Prozent der Beschäftigten von körperlicher Entlastung dank technischer Neuerungen.

2. Arbeiten wird spannender.

Autonome Gabelstapler übernehmen Routinetransporte, Maschinen erledigen einfache, sich wiederholende Abläufe. Monotone Tätigkeiten fallen dadurch nach und nach weg. So bleibt den Beschäftigten mehr Zeit für kreative, abwechslungsreiche und erfüllende Aufgaben.

3. Arbeiten wird selbstbestimmter.

Dank Laptop, Internet und Skype können Beschäftigte daheim für ihre Firma aktiv sein und Pendler die Zeit in Zug oder S-Bahn nutzen. Familie und Beruf lassen sich dadurch besser in Einklang bringen. Noch profitieren vorwiegend Bürojobs davon, aber auch bei der Überwachung von Maschinen ist das denkbar. Dabei müssen sowohl Beschäftigte als auch Unternehmen aber darauf achten, dass das Arbeits- nicht zu sehr ins Privatleben überschwappt – und umgekehrt.

4. Bürokratie wird abnehmen.

Auch in Fabriken lösen Tablet und Smartphone mittlerweile Aktenordner und Papierstapel ab. Maus, Tastatur und Klicks ersetzen das Aufschreiben per Hand oder das mühsame Ausfüllen von Listen, Computer werten wichtige Daten sekundenschnell aus. Alle Mitarbeiter müssen für den sicheren Umgang mit der wachsenden Datenmenge sensibilisiert und geschult werden – denn je mehr Daten aus Produktion und Verwaltung digital fließen, desto größer ist auch die Gefahr, dass sie gestohlen oder anderweitig missbraucht werden. Antworten zum richtigen Datenschutz gibt es hier.

5. Hierarchien werden flacher.

Abteilungen und Unterabteilungen in Betrieben verlieren an Bedeutung. Gearbeitet wird in wechselnden Teams – in Workshops, über Videokonferenz oder per Skype. Das bringt schnellere, unkompliziertere Entscheidungen und mehr Freiheit für den Einzelnen. 32 Prozent der Beschäftigten registrieren den Trend bereits. Vorgesetzte müssen allerdings bereit sein, die neuen Freiheiten auch zu gewähren. Wie das klappen kann, verrät der Chef eines Mittelständlers.

6. Neue Jobs werden entstehen.

Die Digitalisierung steigert den Bedarf an Ingenieuren, Technikern, Programmierern und Mathematikern. Aktuell fehlen laut dem Arbeitgeberdachverband BDA den Firmen 290.000 naturwissenschaftlich-technische Fachkräfte; die Lücke ist so groß wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2011. Zugleich dürften Routinetätigkeiten gerade für geringer Qualifizierte wegfallen. Hier ist mehr Weiterbildung gefragt, damit sie von der Digitalisierung profitieren können.

7. Globales Geschäft wird einfacher.

Nie war weltweite Kommunikation so schnell und unkompliziert wie heute. Digitale Kanäle erleichtern die Zusammenarbeit mit Partnern rund um die Erde, Geschäfte und Kooperationen sind schneller anzubahnen. Über Twitter, Facebook und Co. können Unternehmen sich und ihre Produkte schnell und zielgerichtet bekannt machen – müssen aber auch auf den direkten und manchmal kritischen Austausch mit der Öffentlichkeit vorbereitet sein.

8. Produktivität wird steigen.

Durch Digitalisierung, Automatisierung und Industrie 4.0 werden Ressourcen effizienter genutzt. Dank vorausschauender Wartung stehen Anlagen seltener still. Das enorme Wachstum der Rechner- und Speicherkapazitäten schafft neue Möglichkeiten. Dass die eigene Produktivität zunimmt, beobachten schon heute 56 Prozent der Beschäftigten.

9. Ältere werden neue Chancen erhalten.

Neue Techniken wie Hebehilfen ermöglichen älteren Beschäftigten rückenschonendes Arbeiten. Dadurch können sie zum Beispiel in Jobs, die sonst zu hohe körperliche Anforderungen stellen würden, weiter aktiv bleiben.

10. Lernen wird einfacher.

Digitale Technik ermöglicht Lernen unabhängig von Ort und Zeit. Via Smartphone und Apps kann man in U- und S-Bahn lernen, egal ob Englisch oder Technik. Mit diesen interaktiven Programmen macht Lernen mehr Spaß. Und schließlich wird Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung immer wichtiger, um im Job dranzubleiben.

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