Wirtschaftslexikon

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Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel bezeichnet die Tatsache, dass es immer mehr Unternehmen in immer mehr Branchen und Regionen immer schwerer fällt, qualifizierte Bewerber für offene Stellen zu finden. Besonders betroffen davon sind die sogenannten MINT-Berufe, also Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Fachkräftemangel spiegelt sich unter anderem in den Ausbildungszahlen wieder: 2016 blieben fast doppelt so viele Ausbildungsplätze unbesetzt wie noch 2010. Auch die Chemie-Branche ist davon nicht ausgenommen: Eine Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung stellte in 18 von 35 untersuchten Berufen mit besonderer Relevanz für die Chemiebranche im Zeitraum von Juli 2016 bis Juni 2017 Engpässe fest. Besonders die technischen Berufe sind betroffen. Zu möglichen Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel zählen bessere Informationen über MINT-Berufe für Jugendliche auf Jobsuche, die noch bessere Erschließung des Arbeitskräftepotenzials von zum Beispiel Müttern, bereits hier lebenden Zuwanderern und Menschen mit Behinderung sowie eine zielgerichtete Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte.

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